12 von 12 im Januar – Frischen Spuren folgen
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Der erste 12. in diesem neuen Jahr und es ist hübsch, ihn mit dem Januar aus dem vergangenen Jahr vergleichen zu können. Damals war Tauwetter, der Schnee schmolz, das Eis tropfte sich zu Wasser. Dieses Jahr liegt der Schnee noch hoch und jeden Morgen entdecke ich neue Spuren, die sich kreuz und quer in die frische weiße Watte gedrückt haben. Es ist interessant zu sehen, woher sie kommen und welche Wege sie gehen. Ich weiß, dass Rehe aus dem Wald hinter der Scheune kommen und sich mit größter Selbstverständlichkeit durch unseren Garten bewegen. Auch einen Fuchs habe ich mehrfach beobachtet, einen dicken, gemütlichen Hasen, eine Katze aus der Nachbarschaft streunert vorbei, ein Eichhörnchen und auch einige Mäuse, sind der Meinung, dass es ihnen hier gefällt. Ich kann die Spuren nicht alle zuordnen, dafür liegt der Schnee teils zu hoch, aber sie alle dürften hier nächtens ums Haus streifen, während ich schlafe und allenfalls davon träume, sie beobachten zu können.
Ich kann mich jedenfalls nicht statt sehen an ihren Spuren. Und so bestand der interessante Teile des Tages – neben schnöder Schreibtischarbeit – aus dem Folgen der Spuren. Ein bisschen Fährtenlese-Abenteuer und, ja, auch Schneeschieben.









Vor Jahren hatte ich eine Wildkamera auf dem Balkon unserer Wohnung in der Stadt. Es war ebenfalls ein fantastischer Garten mit alten Eichen, Ahorn, vielen Büschen, Blumen und Nischen, zum Verstecken und Brüten. Dort schaute regelmäßig eine Gang Eichörnchen vorbei, deren Aktivitäten ich dank der Kamera einfangen konnte. Das war spannend. Ich glaube, ich muss mir unbedingt wieder eine Wildkamera zulegen.


Ich mag es, auch einfach auf die Straße zu gehen. Nix los. Kaum ein Auto kommt vorbei. Hier sagen sich wohl wirklich Fuchs und Hase gute Nacht.
